Silvester - Bedeutung ...

Silvester - Ursprung, Bedeutung und Geschichte

Ganz selbstverständlich feiert heute die ganze Welt Ende Dezember Silvester. Warum heisst der 31. Dezember eigentlich "Silvester"?
Woher stammt der Brauch, das neue Jahr mit Feuerwerken zu begrüssen?

Ist Dir der Ursprung und die wahre Bedeutung bekannt?

Was hinter dem Jahresendfest wirklich steckt, kannst Du hier erfahren:

Silvester: Ursprung der Dezemberparty

Vor Christus gab`s noch kein Feuerwerk? Stimmt, aber Feuer und sogenannte Feuer-Fest waren schon bei den Römern Tradition, nachdem der Jahresbeginn von März auf Januar verschoben wurde. Seinen Namen, Silvester, hat das beliebte Jahresendfest allerdings erst seit dem 16. Jahrhundert. Denn 1582 wurde der letzte Tag des Jahres vom heutigen Heiligabend auf den 31. Dezember verlegt, den Todestag von Papst Silvester I. Dessen Tod wiederum war schon ein Weilchen her. Ganze 1247 Jahre, um genau zu sein. Aber wie heisst es so schön: Besser spät als nie - immerhin war er zum damaligen Zeitpunkt einer der bekanntesten Kirchenoberhäupter. Ja der Papst Silvester I war für die Entwicklung und Geschichte der Kirche von grosser Bedeutung, weil er sie im 4. Jahrhundert neu organisierte.

Übrigens ... das Wort "Silvester" ist von seinem Ursprung her ein lateinischer männlicher Vorname. Es bedeutet in Deutsche übersetzt so viel wie "Waldbewohner" oder "der zum Wald Gehörende".

 

Geschichte und Bedeutung des Feierns und Feuerns

Auch wenn die Namensgebung liturgischen Ursprungs ist, so war und ist Silvester damals wie heute ein vielmehr weltliches denn kirchliches Fest, denn lange Zeit bekämpfte dei Kirche in Rom sogar die Feier-lichkeiten der Bürger, die zum Jahresende tanzten, assen und tranken wie an keinem anderen Tag des Jahres. Sie verhängten den 1. januar zum Buss- und Fastentag, in der Hoffnung, die Bevölkerung zum Gottesdienst zu bewegen, jedoch ohne Erfolg.

 

Geschichte des Silvesterfeuerwerks

Was sind die Ursprünge des Feuerwerks?

Das Feuerwerk stammt ursprünglich aus China, wo bereits seit dem 8. Jahrhundert eine explosive Mischung zum Einsatz kam, die heute unter dem Namen Schwarzpulver bekannt ist und zum Teil die gleichen Stoffe enthält: Salpeter, Schwefel und Holzkohle.


Damals verwendeten die Menschen es, um die chinesischen Feuerpfeile, d.h. Raketen, abzufeuern. Erst im 13. Jahrhundert gelangte das Schwarzpulver mit niederländischen Seefahrern nach Europa, wo es weniger für grosse Feste, sondern hauptsächlich im Militär und in der Kriegsführung eingesetzt wurde.


Quellen zufolge gab es 1379 de ersten Hinweis auf ein Feuerwerk in Europa, als Florenz während einer Pfingstfeier der Heilige Geist in Gestalt einer funkensprühenden Taube zur Erde hinabgestiegen sein soll.


Die Tradition, in der Silvesternacht ein Feuerwerk zu veranstalten, geht auf einen Brauch der Germanen zurück. Die Germanen fürchteten die Silvesternacht und veranstalteten deshalb selbst ein "Höllenspektakel". Jeder machte so viel ohrenbetäubenden Lärm, wie er nur konnte. Sie zündeten Holzräder an, die sie brennend in Tal rollen liessen. Sie benutzten Rasseln, Dreschflegel und sogar Peitschen. Später im Mittelalter verwendeten die Menschen Pauken, Trompeten und Glockengeläut, um sich vor den Schergen des Teufels und bösen Geistern im neuen Jahr zu schützen.

Von diesem Kult stammt die heutige Tradition, in der Silvesternacht Böller und Feuerwerkskörper zu zünden.


Erst ab 1420 kam vermehrt Schwarzpulver zum Einsatz, als Gewehr-Schüsse abgegeben und Böller gezündet wurden. Jedoch wurden Feuerwerkskörper erst im Barrock zur Unterhaltung gezündet. Diese sog. "Lustfeuerwerkerei" wurde z.Bsp. an den deutschen Fürstenhöfen in pompösen Festen zelebriert und sollte den Reichtum und die Macht des Adelshauses zur Schau stellen.

Das grösste Feuerwerk gab Ludwig der XV 1770 im Park seines Schlosses von Versailles, bei dem geschätzte 20`000 Raketen, 6000 Vulkane und sog. Feuertöpfe sowie 80 brennende Sonnen gezündet wurden. Somit stellt es das grösste Feuerwerk im Barrock dar. Im Gegensatz zu den heutigen Silvesterfeuerwerken leuchteten die explodierenden Feuerwerkskörper zur damaligen Zeit nicht so hell und besassen keine bunten Farben, da die Oxidationsmittel fehlten, die heutzutage zum Einsatz kommen.

 

Und das Feuerwerk Heute?
Das gehört heute einfach zum Jahreswechsel dazu. Fröhliche und ausgelassene Feiern, Essen, Trinken und Tanzen gehören ebenso zu einer Silvesterparty oder einem Silvesterball wie das Silvesterfeuerwerk, Silvesterschiessen oder das Neujahrsschiessen zur Begrüssung des neuen Jahres.

Neben dem Feuerwerk hat an Silvester auch das Bleigiessen Tradition. Die gegossenen Figuren sollen uns Hinweise auf Ereignisse im neuen Jahr geben. Immer häufiger wird das Blei durch Wachs oder reines Zinn ersetzt, da Blei umweltschädlich und sehr giftig ist. Alternativ kann man auch Karten legen oder Kaffeesatz lesen, um "die Zukunft voraus zu deuten". Weiterhin werden Mitternachtsgottesdienste, auch Mette genannt abgehalten, um das neue Jahr zu begrüssen. Im Fernsehprogramm laufen viele Sketch-Sendungen und natürlich der Kult-Klassiker "Dinner for One".

 

St. Silvester - eine Ortschaft?

Hast Du gewusst, dass es bei uns in der Schweiz eine Ortschaft namens St. Silvester gibt?
Ja, tatsächlich, die gibt es wirklich! Die Gemeinde St. Silvester liegt rund 10 km südöstlich der Stadt Freiburg im Sensebezirk, direkt an der Sprachgrenze.

Für mehr Informationen klicke einfach auf die Ortschaftstafel nebenan: